H-Boot Verslag 2

Open Dutch Championship H-Boot 2017

BERICHT VON GER 1680, Aachener Boots-Club e.V.

 

Für uns ist diese Regattateilnahme zur Pflichtveranstaltung geworden, das Segelrevier ist schnell zu erreichen, wir wissen, dass die Regattaorganisation bestens bemüht ist, auf dem Wasser und an Land optimale Bedingungen zu liefern.

 

Nur die Wetterbedingungen lassen sich nicht steuern und so kündigten die Wetterberichte ein nasses und windiges Wochenende an.

Das Teilnehmerfeld mit 15 Schiffen war zwar mau und sicherlich geschuldet der Tatsache, dass gerade zu der Zeit viele Ranglistenregatten hintereinander terminiert waren. Aber wie oben bereits erwähnt, es lohnt sich immer diese Regattaserie in der Planung zu haben und ins Nachbarland nach Roermond zu fahren.

 

Für uns, damit meine ich unser Schiff mit Wilhelm, Thomas und mir, war es wieder ein Ereignis auf das wir uns sehr gefreut haben, war es doch erst die 2. Regattateilnahme in diesem Jahr.

 

Freitags, nach dem Kranen und offizieller Meisterschaftseröffnung, ging es gleich los, gesegelt wurden drei Wettfahrten, bei teils mittleren Wind und Regenschauer.

 

Die Mannschaft Peulen/Vrancken/Heijnen vom ausrichtenden Verein zeigte von Beginn an, wie hoch die Messlatte liegt und belegte 3 x Platz eins.

 

Abends dann, immer noch bei Regenwetter fand die traditionelle Rundfahrt auf der Maas und den angrenzenden Seen statt, auch dieses Jahr wieder servierte man uns wieder ein hervorragendes Buffet.

 

Am Samstag stimmte das Wetter genau mit den Vorhersagen überein, Sturmböen und Regenschauer.

4 Wettfahrten wurden gesegelt, Pech bei uns, in der 3. Wettfahrt in einer Halse am Leetor bekam Wilhelm den Großbaum gegen den Kopf. Aus einer Risswunde am Kopf tropfte Blut, was insbesondere wegen des nassen Wetters, sich im Schiff rasch ausbreitete und sehr bedrohlich aussah. Wir sind sofort in den Hafen gefahren, Wilhelm wurde um Clubgebäude erstversorgt und dann durch Mariolein Peulen ins Krankenhaus gebracht. Die Wunde musste genäht werden und Wilhelm, mit Brummschädel, konnte nur noch am Segeldinner teilnehmen, bevor er zwecks Ruhe sich nach Hause verabschieden musste.

 

Nach dem wieder hervorragenden Essen, fand ein weiterer Höhepunkt statt.

 

Marjolein Peulen hatte für jedes Schiff ein kleines Segel mit Segelnummer angefertigt und dekorativ im Clubgebäude aufgehängt. Jeder Steuermann wurde aufgerufen und musste sein zugeordnetes Segel abhängen, aufrollen und mit einem Bändsel zubinden. Dann kamen alle Segel in einen Spisack, der als Lostrommel diente.

 

Einziger, aber dafür auch sehr wertvoller Preis, war eine H-Boot Fock der Marke Fritz, gestiftet von der Bootswerft Peulen.

Wie es dann so ist, beim Segeln Pech gehabt im Spiel Glück.

Tienes als Glücksfee zog unsere Losrolle und wir wurden Besitzer der neuen Fock. Vielen Dank an den Spender, danke an die Organisatoren für die Mühe und Durchführung der Verlosung.

 

Dann ging die Post ab, Musik und Polonäse, bei der kein Stuhl besetzt blieb, sorgten für laute Stimmung und wie schon so oft in den Vorjahren, wurde das an der Decke hängende, beleuchtete große Steuerrad mit einbezogen. Rad einschließlich der Verankerung landeten letztendlich wiedermal auf dem Boden.  Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil, es wurde noch ein langer, feuchtfröhlicher Abend.

Sonntags, bei etwas weniger Wind und Regen wurden die beiden letzten Wettfahrten gesegelt und das überlegende Team Peulen gewann zum ……? mal den Titel.

 

Bei uns an Bord wurde Wilhelm durch seinen Sohn Daniel (mit Helm) bestens vertreten.

Unser Resümee nach 9 Läufen, mit 1x dnf, 1x dns und 1x oce = Gesamt 9 Platz war nicht berauschend, aber unter den Voraussetzungen und dem Glück überhaupt wieder segeln zu können, waren wir sehr zufrieden.

 

Danke an die Organisation,

Danke an die Gastronomie,

Danke an den Club Roermondse Roei- en Zeilvereniging Maas en Roer

 

Wir freuen uns auf nächstes Jahr.

 

Rainer Ochs